ich schreibe heute vermutlich erst einmal den letzten Eintrag bis zur Prüfung.
Am Montagmorgen bin ich aus einem echten Alptraum über die Prüfung aufgewacht. Ich habe versucht, die Klausur zu schreiben, bin aber direkt bei der ersten Aufgabe – die gerade einmal vier Punkte gebracht hat – ewig lange hängen geblieben. Als ich im Traum das nächste Mal auf die Uhr gesehen habe, waren plötzlich schon zwei Stunden vergangen. Die Zeit lief einfach unglaublich schnell vorbei und ich hatte einen kompletten Blackout. Am Ende hatte ich gerade einmal die Hälfte der Klausur bearbeitet.
Das Schlimmste daran: Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass ich doch eigentlich noch drei Wochen zum Lernen haben müsste. Es war wirklich furchtbar.
Entsprechend betrübt bin ich dann auch in den Tag gestartet. Vor mir lag die Bilanzklausur im Präsenztermin und ich war gedanklich immer noch bei diesem schrecklichen Traum.
Pensionsrückstellungen – das hatte ich mir doch gerade erst am Tag zuvor angesehen. Und trotzdem konnte ich kaum etwas davon anwenden. Dann Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Eigentlich ein Thema, bei dem ich dachte, dass ich es verstanden hätte. Aber irgendwie habe ich alles genau verkehrt herum gemacht. Es war wirklich zum Verrücktwerden.
Und am Ende dann noch Bilanzberichtigung. Hier muss ich gestehen, dass ich völlig auf dem Schlauch stand. Ich wusste gar nicht mehr, was ich machen sollte und musste kurz in die Lösung schauen, um überhaupt den Einstieg in die Bilanzpostenmethode zu finden.
Und ja, ich weiß: Man soll nicht in die Lösung schauen. 🙈 Aber ganz ehrlich – was hätte ich sonst in den restlichen zwei Stunden machen sollen?
Natürlich ist das Ergebnis dieser Bilanzklausur jetzt nicht wirklich aussagekräftig. Aber was soll’s. Ein Thema mehr, das dringend nachgearbeitet werden muss.
Nach diesem ersten Tag konnte ich mich zum Glück wieder etwas fangen. Am zweiten Tag stand die gemischte Klausur an und da es sich dabei um meine Lieblingsklausur handelt, ging mir diese auch deutlich besser von der Hand. Nur in ErbSt dieses blöde Substanzwertverfahren … >.< Aber gut, auch das steht jetzt auf meiner Liste.
Der letzte Tag – Ertragsteuern – hat sich dann wieder vernichtend angefühlt. Bei eigentlich allen Themen war ich mir super unsicher und ich war mindestens 45 Minuten vor Ende fertig. Das konnte eigentlich nur schlecht werden.
Tatsächlich hatte ich aber überraschend vieles richtig gemacht. Und sogar eine 4,5 geschrieben! 🎉
Als ich heute die Note gesehen habe, habe ich mich unendlich doll gefreut. Die Tage davor hatte ich wirklich stark mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Die Gewissheit, dass nun nur noch weniger als drei Wochen bis zur Prüfung bleiben und ich gefühlt noch so vieles nicht richtig kann, war wirklich furchtbar.
Aber heute, mit diesem Ergebnis, bin ich wieder deutlich hoffnungsvoller. Ich kenne meine Schwächen und muss diese nun nur noch ausmerzen. 💪
Und es sind wirklich nur noch drei Wochen!
Irgendwie freue ich mich mittlerweile auch total auf den Moment, in dem ich endlich die letzte Klausur geschrieben habe. Egal, wie das Ergebnis am Ende ausfällt – ich bin dann erst einmal wieder frei.
In den letzten Wochen habe ich mich kaum noch wie ich selbst gefühlt. Umso mehr freue ich mich darauf, danach endlich wieder etwas anderes zu erleben. Ich habe schon einen kleinen Urlaub mit einer Freundin und ehemaligen Arbeitskollegin aus meiner alten Kanzlei in MV geplant und darauf freue ich mich riesig! 🌊
Genau diese Freundin war heute übrigens mit ihrer Familie zufällig in der Nähe im Urlaub und hat mich auf der Rückreise noch einmal kurz besucht. Und sie hat mir einfach das liebste Geschenk mitgebracht.

Und damit möchte ich euch diese Worte an dieser Stelle auch weitergeben:
„Glaubt an euch!“
Wir schaffen das schon irgendwie! ❤️
Bis bald
2 Kommentare
Viel Erfolg an dich und alle anderen, die dieses Jahr schreiben. Mentale Stärke ist genauso wichtig für diese Prüfung wie Fachwissen. Also glaubt an euch und haltet durch, auch wenn die letzten Wochen nochmal hart sind.
Die Daumen sind gedrückt, liebe Cindy! 🍀