Ihr Lieben,
letzte Woche war es (endlich!) soweit: Meine mündliche Prüfung stand an.
Ich spanne euch nicht lange auf die Folter und sage es direkt, auch wenn es mir einige in den Kommentaren meines letzten Posts scheinbar nicht gönnen wollten 😄:
Ich habe bestanden! 😍
Ich bin unglaublich happy und kann es noch immer kaum begreifen!
Die letzten Wochen vor der Prüfung
Die letzten Wochen haben mich noch einmal ordentlich auf die Probe gestellt. Rückblickend würde ich sagen, dass ich teilweise zu streng mit mir selbst war. Aber dieses Examen verlangt eben Disziplin und die habe ich mir auch abverlangt.
In den letzten drei bis vier Tagen vor der Prüfung ging mir allerdings spürbar die Puste aus. Ich wollte es einfach hinter mich bringen.
Am Tag vor der Prüfung habe ich bewusst nichts mehr gelernt. Zufälligerweise lief an genau diesem Tag auch mein Examio-Abo aus, ein kleiner „Full-Circle-Moment“, wenn man bedenkt, dass ich es vor eineinhalb Jahren abgeschlossen hatte. 🥹
Stattdessen habe ich das Haus geputzt, war lange mit meinem Hund spazieren und habe mich abgelenkt. Liebe Freundinnen und Kollegen haben mir noch Glücksbringer vorbeigebracht und abends gab es eine Gesichtsmaske und einen ruhigen Ausklang.
Geschlafen habe ich nicht viel aber deutlich besser als befürchtet.
Der Prüfungstag
Ich war erst um 13:45 Uhr geladen und konnte den Vormittag relativ „entspannt“ verbringen. Die Aufregung hielt sich tatsächlich in Grenzen aber nervös war ich natürlich trotzdem.
Die drei anderen Prüflinge kannte ich vorher nicht, aber wir kamen im Pausenraum direkt nett ins Gespräch. Getränke und Snacks standen bereit. Als wir hörten, dass in der vorherigen Runde jemand nicht bestanden hatte, wurde die Stimmung allerdings spürbar angespannter.
Dann ging es in die Vorbereitung des Kurzvortrags.
Insgeheim hatte ich einige „Wunschthemen“. Themen, die in den Vortragsübungen besonders gut gelaufen waren. Und ich konnte mein Glück kaum fassen: Eines dieser Themen war tatsächlich dabei!!! 🥹
Zur Auswahl standen:
- Umsatzsteuerliche Organschaft
- Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen
- Gemeinnützige Vereine – Tätigkeitsbereich, Behandlung in KSt und GewSt
Ich entschied mich für das dritte Thema, ebenso wie die anderen Prüflinge.
Der Kurzvortrag
Als die Vorbereitungszeit endete, erreichte meine Aufregung ihren Höhepunkt.
Die Betreuung durch die Steuerberaterkammer war jedoch unglaublich freundlich und beruhigend. Ich durfte noch einmal meine Karteikarten sortieren, wurde an einem Spiegel vorbeigeführt („Sitzt alles?“) und vor der Tür sagte der liebe Mitarbeiter zu mir:
„Sie sind gut. Sie schaffen das und halten jetzt einen tollen Vortrag. Viel Erfolg!“
Ich Heulsuse hatte schon wieder Tränen in den Augen. 🥹😅
Wer meinen letzten Post gelesen hat, der weiß, dass ich große Angst vor diesem typischen Panikgefühl in der Brust, das ich bei Vorträgen oft verspüre, hatte. Aber es blieb aus. Kein Stottern. Ich war selbst überrascht, wie laut und klar ich gesprochen habe.
Ich habe während des Vortrags vor lauter Aufregung kein einziges Mal auf die Uhr geschaut und hatte überhaupt kein Zeitgefühl. Hinterher wurde mir gesagt, dass ich 9 Minuten gesprochen habe. Wieder Glück gehabt 😅
Die Fragerunden
Nach dem Vortrag ließ die Anspannung spürbar nach.
Die ersten beiden Fragerunden waren noch recht ausgeglichen. In der AO-Runde konnte ich besonders gut punkten und wurde danach weniger intensiv befragt.
In den letzten drei Runden lag der Fokus stärker auf einer 4,5er-Kandidatin. Sie musste wirklich kämpfen, die Prüfer haben sie ordentlich gefordert. Sie musste echt kämpfen. Und sie hat gekämpft! Und es hat sich gelohnt!
Die letzte Fragerunde wurde schließlich vorzeitig beendet.
Und dann kam die Erlösung:
Wir haben alle bestanden. 😍
Wir vier kannten uns vorher nicht und dennoch war der Zusammenhalt unglaublich. Wir haben uns ehrlich füreinander gefreut.
Das Gefühl danach
Seitdem bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. So richtig realisiert habe ich es aber noch nicht. Es ist vor allem eines: unglaublich erleichternd.
An der Stelle wirklich ein großer Dank an die Dozenten der Nöthen&Schröders GbR!
Ohne die Vorbereitungskurse hätte ich es weder schriftlich noch mündlich geschafft, da bin ich mir sicher. Nicht nur in der schriftlichen sondern auch in der mündlichen Prüfung gab es tatsächlich einige „Treffer“, die ich nahezu routiniert abrufen konnte. Fachlich und didaktisch wirklich großartig! Es wird Systemverständis vermittelt und die Dozenten sind sich für keine Fallabwandlung, Wiederholung oder Überziehung zu schade. Klare Herzensempfehlung 💛
Und so komisch es klingt: Ich werde den gemeinsamen Unterricht vermissen. 🥲🫠
Was ich euch noch mitgeben möchte
Allen, die die Prüfung noch vor sich haben:
Kämpft. Auch wenn eine Runde nicht optimal läuft. Es lohnt sich. Wirklich.
Und an alle, die es schon hinter sich haben:
Welche Vortragsthemen hattet ihr? Wie lief eure mündliche Prüfung?
Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gern in den Kommentaren.
Eure
Charlie 💛


2 Antworten
Moin Charlie, MISSION COMPLETED. Herzlichen Glückwunsch! Ganz tolle Leistung. Sei stolz. Feier dich. Wir wünschen dir für die private und berufliche Zukunft alles Gute. Liebe Grüße in den hohen Norden.
Sehr schön, mehr geht nicht.
Du kannst und solltest stolz auf Dich sein …
Herzliche Glückwünsche und die Neider sollen sich grünblauschwarz ärgern.