Aller Anfang ist schwer…

 

… so sagt man ja immer. Aber ich muss sagen, der Anfang der Vorbereitungszeit war eher leicht. Da wusste ich ja noch gar nicht was wirklich auf mich zukommen würde.

Und an dieser Stelle erstmal: Moin liebe Leute! Meine Name ist Cindy, ich bin 29 Jahre alt und wohne in der Nordheide in der Nähe von Hamburg. Ich werde 2026/27 die Steuerberaterprüfung in Hamburg digital schreiben und nehme euch mit diesem Blog mit auf die Reise.

Nachdem mein BWL-Studium nun schon ein paar Jahre her war, war ich hoch motiviert wieder Neues zu lernen und habe ich mich auf die Online-Veranstaltungen gefreut. Meine Vorbereitung fing bereits im Februar 2025 mit einen Vorkurs an, da in meinem Studium Steuerrecht nicht Teil des Curriculum war und ich entsprechend viele Grundlagen nachholen musste. Ich hatte mir einen Lernplan geschrieben, das hatte während der Uni-Zeit schon immer gut funktioniert und immer brav und fleißig alles nachgearbeitet und die Skripte durchgelesen.

Nach einigen Monaten merkte ich dann langsam, der Stoff wird gar nicht weniger und im Gegenteil immer komplizierter. Wie sollte ich mir dieses Wissen alles merken können? Im Juni begann dann der richtige Abendlehrgang Online immer dienstags und donnerstags von 18:00 – 21.15 Uhr. (In einem weiteren Blogeintrag werde ich noch darüber schreiben, welches Lehrgangsformat ich besser finde.) Vielleicht habe ich mich am Anfang auch direkt ein bisschen übernommen, weil ich gleich alles “richtig” machen wollte. Bloß keine Lücken bei den Grundlagen entstehen lassen.

Als dann im September die ersten Kurzklausuren mit ins Spiel kamen und die Tage langsam aber sicher immer kürzer wurden, da habe ich gemerkt wie mir Puste ausging. Hinzu kam noch ein großer Umzug, neue Wohnung. neue Arbeit, eine ganze Menge Stress. Meine neue Kanzlei war nun deutlich weiter entfernt als vorher, statt 5 Minuten zu Fuß musste ich mich mit dem Auto, Metronom und U-Bahn eine Stunde nach Hamburg kämpfen und das bei dem Schneechaos des Jahrzehnts, wo gefühlt jeder zweite Zug Verspätung hatte oder ausfiel. Nach der Arbeit noch eine 3-stündige Veranstaltung anschauen? Keine Chance. Alles was mit der Vorbereitung zu tun hatte fiel nun auf das Wochenende. Skripte nacharbeiten? Ich war froh überhaupt mit den Aufnahmen der Veranstaltung hinterher zu kommen. Jedes Wochenende eine bis zwei Kurzklausuren und zwei 3 stündige Veranstaltungen ansehen.

Allein wenn ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich schon wieder Stress. >.< Es hat leider eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich endlich an meine neue Routine gewöhnt hatte. Hinzu kam vermutlich auch einfach die allgemeine Winterdepression. Ich kann euch sagen, als die ersten Frühlingstage kamen, war ich geradezu euphorisch vor Glücksgefühlen.

Und auch jetzt noch habe ich Angst, dass ich diese “verlorene” Zeit nicht wieder aufgefangen bekomme. Da ich meine berufliche Praxiszeit von 3 Jahren erst am 01.09.2026 erreicht habe, kann ich mit angespartem Urlaub erst ab August in Freistellung gehen. Ich hatte mit meinem Arbeitgeber ausgehandelt, schrittweise mit den Stunden runter zu gehen. Ab April arbeitete ich 36 Stunden, seit Juni in 4-Tage-Woche und das war wirklich die beste Entscheidung. Im Nachhinein hätte ich vermutlich schon früher mit den Stunden runtergehen sollen, aber leider spielt ja auch immer ein finanzieller Gedanke mit.

Momentan lebe ich ganz nach dem Motto “Jeder Schritt zählt”. Auf der Zugfahrt lese ich immer ein paar Seiten in den Skripten. Nach der Arbeit kann man eine Aufnahme anschauen, auch wenns nur die Hälfte ist. Den freien Freitag nutze ich jetzt immer um die noch fehlenden Aufnahmen der Online-Veranstaltung anzusehen und Klausuren nachzuarbeiten. Samstags und sonntags schreibe ich jeweils einen Teil einer 6-stündigen Klausur, da ich es derzeit einfach nicht schaffe diese an einem Stück zu schreiben. Vielleicht hat ja jemand Tipps dafür? Mein Gehirn kann sich irgendwann einfach nicht mehr konzentrieren und so viele Snacks habe ich nicht zuhause, wie mein Körper meint zu brauchen, um weiterzuarbeiten. Und so vergehen mittlerweile die Wochen erschreckend schnell.

Mein Ziel für diesen Monat ist auf jedenfall die Klausuren an einem Tag schreiben zu können.

Nun ja das war es erstmal wieder von mir. Ich wünsche euch allen viel Durchhaltevermögen! 🙂

Ein Beitrag von:

  • Moin liebe Leute! Ich bin Cindy, 29 Jahre jung und wohne in der wunder­schönen Nord­heide. Ziel des Aben­teuers: Steuer­bera­ter­prüfung 2026/27. Und ja, der Weg dort­hin war jetzt schon so eine Art Achter­bahn­fahrt....

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