Zwischen Paragraphen und Powernaps 😴⚖️

Und ich sag einfach mal: Hello again!

Die erste Woche meiner Freistellung ist geschafft. Und was soll ich sagen? Ich bin inzwischen schon an dem Punkt angekommen, an dem ich regelmäßig überlegen muss, welcher Wochentag eigentlich gerade ist. 😅

Meine größte Herausforderung momentan: keine klaren Ziele !

Mein Plan war eigentlich ganz simpel: Bis am Dienstag der erste Block meines Präsenzklausurenkurses startet, wollte ich die einzelnen Steuerarten wiederholen und meine Gesetze vorbereiten.

In der Theorie klingt das super. In der Praxis eher… na ja. 😅

Denn versucht mal, an einem einzigen Tag ein komplettes Steuerrechtsgebiet zu wiederholen. Das funktioniert einfach nicht. Umsatzsteuer und Erbschaftsteuer hatte ich bereits in den zwei Wochen davor angefangen, aber es blieb trotzdem noch eine ganze Menge übrig. Das führte dazu, dass ich nie das Gefühl hatte, wirklich fertig zu sein. Ohne ein klares Ziel wusste ich schlicht nicht, wann ich den Haken hinter einen Lerntag setzen kann. Eigentlich war ich gefühlt nie fertig.

Seit Beginn der Freistellung komme ich ohne Mittagsschlaf kaum noch durch den Tag. Manchmal fühlt es sich an, als würde mein Gehirn gleich platzen. Selbst acht Stunden Schlaf reichen nicht immer aus. Wenn morgens der Wecker klingelt, fühle ich mich häufig trotzdem völlig gerädert. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich dieses Problem von selbst löst, sobald die eigentliche Vorbereitung mit dem Präsenzkurs beginnt. Dann gibt es endlich einen klaren Tagesablauf. Nur die Nachbereitung muss ich für mich noch deutlich besser strukturieren.

Wirklich Pause hatte ich in den letzten Tagen nämlich überhaupt nicht. Und am Mittwoch ist dann genau das passiert, was wahrscheinlich viele schon kommen sehen haben: Ich war komplett ausgelaugt. Eigentlich wollte ich an diesem Tag Einkommensteuer wiederholen. Dazu muss ich sagen hatten wir aber auch wieder knapp 30 °C. 🌞 Schon morgens kam ich kaum aus dem Bett. Schließlich bin ich mit meinen Gesetzestexten einfach in den kühleren Hausflur umgezogen und habe dort wenigstens meine Markierungen und Klebezettel vorbereitet.

Das war dann aber auch alles.

Für theoretisches Lernen war mein Kopf an diesem Tag einfach nicht mehr aufnahmefähig. Den Rest des Tages habe ich mehr oder weniger im Bett verbracht. Als ich später darüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass meine letzte richtige freie Zeit inzwischen rund zehn Tage zurücklag. Kein Wunder also, dass irgendwann nichts mehr ging.

Diese Woche hat mir deutlich gezeigt, dass ich meine geplanten halben freien Tage auch wirklich als Pausen nutzen muss. Und vielleicht sollte ich mir sogar regelmäßig einen komplett freien Tag gönnen. Denn am Ende bringt es nichts, jeden Tag auf 100 % laufen zu wollen, wenn der Akku längst leer ist.

Trotz allem habe ich aktuell ein überraschend gutes Gefühl, was die Prüfung angeht. Die letzte Woche ist im Vergleich zu den vorherigen Wochen deutlich langsamer vergangen. Dadurch fühlen sich die verbleibenden zwei Monate auf einmal gar nicht mehr so knapp an. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich jetzt endlich das Gefühl habe, wirklich in der Vorbereitungsphase angekommen zu sein. Natürlich wird es noch anstrengend werden – keine Frage. Aber im Moment überwiegt tatsächlich die Vorfreude darauf, endlich richtig loszulegen.

Mal sehen, ob ich das immer noch sage, wenn die ersten Klausuren aus dem Präsenzkurs korrigiert zurückkommen. 😂

Wenigstens der Sport läuft 🚴‍♀️🏃‍♀️ Und das macht mich momentan allerdings wirklich stolz: Bis auf den Mittwoch habe ich es geschafft, jeden Tag eine kleine Sporteinheit einzubauen. 💪

Meistens waren es etwa 45 Minuten auf dem Indoor-Fahrrad, während ich nebenbei ein Wiederholungsvideo angesehen habe. Ich habe mich aber auch endlich wieder nach draußen zum Joggen gewagt. Und was soll ich sagen? Es war fast so schön wie der erste Frühlingstag nach einem langen Winter. 🌳☀️

Ich habe selten die Natur und die frische Luft so sehr genossen wie an diesem Tag. Ich merke immer wieder, wie gut mir diese kurze Auszeit an der frischen Luft tut. Wahrscheinlich sollte ich genau solche kleinen Pausen viel häufiger ganz bewusst einplanen, anstatt sie als verlorene Lernzeit zu sehen.

Jetzt seid ihr dran!

Mich würde wirklich interessieren, wie es euch momentan in der Freistellung geht. Habt ihr euren Lernalltag inzwischen gut im Griff oder kämpft ihr auch manchmal damit, euch klare Ziele für den Tag zu setzen? Und kennt ihr dieses Gefühl, irgendwann gar nicht mehr zu wissen, wo ihr gerade seid? 😅

Vor allem interessiert mich aber: Wie gestaltet ihr die Wiederholung? Habt ihr feste Routinen für die Nacharbeit oder entscheidet ihr spontan, was ihr wiederholt? Ich glaube, genau da muss ich für mich noch eine gute Struktur finden. Schreibt eure Erfahrungen und Tipps gerne in die Kommentare.

Ich wünsche euch auf jeden Fall eine erfolgreiche Woche, vergesst zwischen all den Paragraphen und Schemata auch mal durchzuatmen und gönnt euch zwischendurch eine Pause.

Bis zum nächsten Update! 👋

 

P.S. ich hatte den Post schon am Freitag fertig und dann einfach vergessen am Samstag hochzuladen… meine Hirnkapazität lässt schon nach >.<

Ein Beitrag von:

  • Moin liebe Leute! Ich bin Cindy, 29 Jahre jung und wohne in der wunder­schönen Nord­heide. Ziel des Aben­teuers: Steuer­bera­ter­prüfung 2026/27. Und ja, der Weg dort­hin war jetzt schon so eine Art Achter­bahn­fahrt....

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