Hallöchen, ihr Lieben! 🙂
Mittlerweile ist es schon eine Woche her, seit wir die letzte Prüfung abgegeben haben, und langsam, aber sicher kehrt bei mir wieder der Alltag ein.
In den ersten Tagen fiel es mir immer noch ziemlich schwer, abzuschalten. Dabei habe ich gar nicht unbedingt viel über die Prüfung oder das Ergebnis nachgedacht. Trotzdem war da diese innere Anspannung, die ich einfach nicht loswerden konnte. Am Donnerstagabend konnte ich trotz mehrerer Tage Schlafmangel einfach nicht einschlafen. Ich war überhaupt nicht müde, weil ich innerlich noch total unter Strom stand. Am Freitag bin ich dann auch schon nach sechs Stunden wieder aufgewacht – eigentlich viel zu wenig für eine Nacht, ganz zu schweigen von dem Schlafdefizit der vergangenen Tage.
Besonders komisch war es, als ich am Frühstückstisch saß und plötzlich wieder dieser Gedanke aufkam, dass ich nach dem Essen ja an den Computer muss, um zu lernen. Dabei war die Prüfung doch längst vorbei!
Der Tag im Spa war dafür richtig schön! 🧖♀️ Dort konnte ich tatsächlich gut entspannen. Gleichzeitig hatte ich ein bisschen Angst, versehentlich in der Sauna einzuschlafen. 😂 Am Freitagabend wollte es mit dem Schlafen zu Hause dann leider wieder nicht so richtig klappen. Obwohl ich im Spa durchaus gemerkt hatte, wie müde ich war, kam zu Hause direkt wieder diese innere Anspannung zurück.
Immerhin schaffte ich es von Nacht zu Nacht, ein bisschen früher ins Bett zu gehen. Am Sonntag hatte ich dann endlich meine erste Nacht mit tatsächlich acht Stunden Schlaf. Und das war auch bitter nötig, denn am Montag stand bereits mein erster Arbeitstag an.
Zu meinem Glück musste ich am ersten Tag noch gar nicht wirklich arbeiten. Zunächst wurde sich mit den Kollegen darüber ausgetauscht, was man in den vergangenen zwei Monaten so verpasst hatte, und natürlich habe ich auch ein bisschen von der Prüfung erzählt. Ansonsten habe ich mir nur einige Haufe-Webinare angeschaut, die mich interessiert haben und mit Blick auf die mündliche Prüfung durchaus hilfreich sein könnten, beispielsweise zur Aktivrente oder zur Liquiditätsplanung.
Am Dienstag ging es dann für mich in meine neue Kanzlei. Obwohl mein Einsatz dort für die Kollegen eher spontan kam, lief das Onboarding überraschend schnell. Innerhalb weniger Stunden hatte ich bereits alle notwendigen Zugänge! Trotzdem brauchte ich erst einmal etwas Zeit, um wieder richtig reinzukommen. Und manche Dinge habe ich definitiv nicht vermisst – zum Beispiel Lohnkonten abstimmen. >.<
Das Schöne ist, dass meine neue Einsatzstelle direkt um die Ecke von meiner Stammkanzlei liegt. Dadurch kann ich dort künftig viel einfacher mal vorbeischauen. In diesem Zusammenhang habe ich mir auch vorgenommen, nach der Arbeit wieder ins Gym zu gehen. Im Gebäudekomplex meiner Stammkanzlei gibt es nämlich ein kleines Home-Gym, in dem ich kostenlos trainieren kann und es fällt mir denke ich deutlich leichter direkt nach der Arbeit was zu machen, statt nach 40 Minuten Autofahrt zuhause.
Vielleicht habt ihr es aus meinen vorherigen Posts schon herausgelesen: Abgesehen von der ersten Woche habe ich tatsächlich überhaupt keinen Sport mehr gemacht. Genau genommen war ich zuletzt im März richtig trainieren. Seit die Fernklausuren angefangen haben, fehlte mir einfach komplett die Motivation dafür.
Diese Woche war ich zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder joggen – abgesehen von zwei oder drei Läufen zwischendurch. Und es ist einfach jedes Mal aufs Neue frustrierend, wenn man merkt, dass die ganze Ausdauer und das bisherige Können irgendwie verschwunden sind und man gefühlt wieder bei null anfangen muss. Ich sage nur: Und täglich grüßt das Murmeltier. 🫠
Allgemein möchte ich jetzt erst einmal wieder mehr den Fokus auf mich selbst und mein Wohlbefinden legen. Ich möchte wieder mehr auf eine gesunde Ernährung achten, mehr Wasser trinken und meine Vitamine regelmäßig nehmen. Einfach wieder ein bisschen besser auf mich selbst aufpassen und langsam in eine gute Routine zurückfinden.
Ab November beginnt dann jedoch schon der Vorbereitungskurs für die mündliche Prüfung. Dieses Mal habe ich mich für Endriss statt Bannas entschieden und außerdem für einen Präsenzlehrgang statt eines Onlinekurses. Ich habe nämlich wirklich keine Lust mehr, ständig alleine zu Hause vor dem Computer zu sitzen und zu lernen. Und damit bin ich gezwungen mich aktiv mit dem Stoff auseinander zusetzen, statt mich Zuhause zu quälen mich zu konzentrieren. Und mein Arbeitszimmer ist dann hoffentlich nicht mehr nur mit Lernen assoziert.
Das bedeutet, dass ich bis Weihnachten jeden Samstag für sechs Stunden irgendwo in Hamburg in einem Lehrsaal sitzen werde. Zu Beginn meiner Vorbereitung hatte ich eigentlich immer gedacht, dass ich für die reine Stoffvermittlung keinen zusätzlichen Kurs buchen würde, sondern nur die Prüfungssimulationen mitnehmen möchte. Aber nachdem ich bei der schriftlichen Prüfung ein so schlechtes Gefühl hatte und es, falls es gereicht hat, vermutlich „nur“ eine 4,5 geworden ist, möchte ich bei der mündlichen Prüfung einfach kein Risiko eingehen. Ich will mich bestmöglich vorbereiten, sodass ich mich mündlich verbessern kann.
Morgen geht es noch für einen kurzen Wochenendtrip mit meiner ehemaligen Kollegin in den Harz. Danach steht tatsächlich erst an Weihnachten wieder die nächste richtige freie Zeit an. Aber jetzt versuche ich erst einmal, die Zeit bis dahin zu genießen, wieder ein bisschen mehr auf mich zu achten und Schritt für Schritt in meinen normalen Alltag zurückzufinden. ❤️
Wie ist es euch nach der Prüfung ergangen? Konntet ihr direkt abschalten und entspannen, oder hat es bei euch auch etwas gedauert, bis ihr wieder richtig im Alltag angekommen seid?